Wie du einen strahlend blauen Himmel auf Bildern hinbekommst

Aktualisiert: Aug 8

Auf den meisten Paar- oder Familienfotos mittlerweile fast eine Seltenheit - ein blauer Himmel, am besten noch mit schönen Schäfchenwolken drauf 😀 liegt wahrscheinlich daran, dass wir Fotograf:innen es lieben, im goldenen Abendlicht und dann auch noch gegen die Sonne zu fotografieren. So wird das mit dem blauen Himmel aber natürlich nix.

Und das gibt dir auch schon einen Hinweis darauf, wo, oder eher wann, du ihn findest: Zur Mittags- oder Nachmittagszeit. Hier hat das Licht noch nicht diesen goldenen, warmen Schimmer. Daher begegnen uns diese tollen blauen Farben auch eher bei Reportagefotos unterm Tag.


Aber wie schafft man es jetzt also, den blauen Himmel auf dem Foto festzuhalten?


Zunächst einmal ist es wichtig, dass du passend zur Sonne stehst. Das heißt: Nicht im Gegenlicht! Wenn dein Himmel blau sein soll, dann solltest du die Sonne in deinem Rücken haben. Heißt aber auch: wenn du Personen fotografierst, schauen sie direkt in die Sonne - also irgendwie schwierig. Daher lasse ich die Paare sich dann gegenseitig anschauen, sodass sie ihre Augen nicht zusammenkneifen müssen, oder suche mir einen schattigen Platz, unter dem das Licht insgesamt gedämpfter ist. Bei Reportagen, wo sich eh alle bewegen, ist es dann nicht mehr so schlimm.

Also, erster wichtiger Punk: Sonne in deinem Rücken, nicht im Gegenlicht! Denn wenn du im Gegenlicht fotografierst, wird dein Himmel so hell, dass er ausbrennt - du siehst also nur noch weiß. Da ist meistens dann leider auch nichts mehr zu retten.


Aber auch mit der Sonne solltest du darauf achten, nicht zu hell zu fotografieren. Ich zeige dir hier ein Beispiel, wie ich den Himmel fotografiert habe, und auch wie ich ihn dann in der Bearbeitung noch besser hervorgeholt habe:


Original, nicht bearbeitet:



Nachher:





Du siehst also, im unbearbeiteten Bild lassen sich sowohl das Blau des Himmels, als auch die Wolken bereits erkennen.


Was habe ich genau jetzt gemacht?


1. Lichter

Ich habe die Lichter in der Grundbearbeitung schon sehr weit nach links gezogen. So kann man die sehr hellen Töne bereits "abdunkeln" und Details herausarbeiten.

Achtung: nicht übertreiben, sonst wird aus weiß schnell grau und das Bild wirkt fad und "dreckig".










2. Luminanz

Die Luminanz der Blautöne habe ich komplett nach links gezogen. So werden diese Farben verstärkt herausgearbeitet.

Aber auch hier vorsicht: Dies wird in allen Farben passieren, die Blau in sich haben. Sehr oft bekommen dann auch beispielsweise weiße Klamotten einen Blaustich.










3. Sättigung

Zu guter Letzt habe ich dann den Blautönen noch mehr Sättigung verliehen, sodass sie richtig leuchten.














Und das wars auch schon! Wichtig ist, dass ihr einfach ein wenig herumprobiert. Oft reicht schon weniger Luminanz oder Sättigung, oder auch ein anderes Verhältnis. Und schaut immer darauf, wie sich die anderen Farben im Bild mit verhalten.


Viel Spaß beim Testen und lasst mich gerne wissen, wie es klappt!



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